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Presse > Archiv > 47. Bezirksschützentag 2015 in Kupferzell

47. Bezirksschützentag 2015 des Schützenbezirks Hohenlohe in Kupferzell.

Feierstunde.

Der 47. Bezirksschützentag des Bezirks Hohenlohe in der Carl-JuliusWeber-Halle in Kupferzell, wurde wieder zu einer eindrucksvollen Demonstration des Selbstbewusstseins der Hohenloher Schützenfamilie, die sich dort als erfolgreiche Sportgemeinschaft und als wichtiges und verantwortungsbewusstes Glied der Gesellschaft präsentierte. BSM Fritz Vielmetter moderierte das immer wieder beeindruckende Schauspiel des Fahneneinmarsches, musikalisch begleitet durch den Musikverein Kupferzell, unter der Leitung von Christoph Stahl. Der Vorsitzende des ausrichtenden SV Westernach, OSM Steffen Breuninger, stellt in seinen Grußworten kurz den Verein vor und verwies nicht ohne Stolz auf die sportlichen Erfolge des SV Westernach. Der KOSM des Schützenkreis Öhringen, JürgenWacker, nahm die Gelegenheit wahr seinen Schützenkreis kurz vorzustellen. Frei nach dem Motto „ klein aber oho“ sei man wohl der viertkleinste Schützenkreis im Landesverband, habe aber mit der SGi Öhringen einen der ältesten Deutschen Schützenvereine und mit der SGi Waldenburg den Deutschen Rekordmannschaftsmeister in der Disziplin Luftpistole. Neben leitenden Schützenkameraden aus anderen Bezirken, konnte KOSM Jürgen Richter regionale Politprominenz beim Bezirksschützentag willkommen heissen. Und selbstverständlich auch den Hausherrn, den Bürgermeister von Kupferzell, Joachim Schaaf. Dieser ging kurz auf die Geschichte der Schützenvereine ein, die, das sei seine feste Überzeugung, entgegen diverser Trentsportarten und trotz augenscheinlichem Mitgliederschwund auf Jahre hinaus überleben werden. Denn die Schützenvereine seien fest im gesellschaftlichen Leben verankert und erfüllten eine wichtige soziale Funktion. Dies sahen auch die übrigen Grußwortredner so. Die Schützenvereine seien nicht nur Kulturträger und Bewahrer alten Brauchtums, sie haben die Zeichen der Zeit erkannt und bieten mit dem Bogensport eine Disziplin an, welche ganze Familien anspricht und derzeit einen regelerechten Boom erlebt. Man brauche die Schützen und wolle sie nicht missen. Die nachlassende Bereitschaft sich ehrenamtlich in einem Verein zu engagieren sei kein Problem der Schützen, sondern ein gesellschaftliches Problem. Die Grüße des WSV überbrachte der 1. LSM Klaus Koch, der es sich trotz Geburtstag und Sitzung des Bundesvorstandes nicht nehmen lies, persönlich anwesend zu sein. In seinen Grußworten ging Klaus Koch auf aktuelle Themen ein, wie u.a. auf das geplante Schulungszentrum an der Schule des Sports des WLSB in Ruit, das anlässlich eines außerordentlichen Landesschützentages mit großer Mehrheit befürwortet wurde. Baubeginn soll im Herbst 2015 sein, Fertigstellung dann im Frühjahr 2017. Ferner erläuterte er die Maßnahmen die ergriffen werden, um für die in den letzten Jahren entstandenen Verluste im Bereich Mitgliedsbeiträge notwendig gewordenen Optimierungen vorzunehmen.        

BOSM Jürgen Richter ging in seinem Jahresbericht auf die seit Jahren rückläufigen Mitgliederzahlen ein.

Dennoch seien Hohenloher Schießsportler sowohl auf nationaler wie auf internationaler Ebene wieder sehr erfolgreich waren. Er verwies darauf, dass die Schützenvereine der Region neben der Ausübung der olympischen Sportart „Schießen“, für Tradition und Brauchtum, aber auch für soziale Verantwortung und dem Willen nach kulturübergreifender Integration stünden. Man werde, so der BOSM, als vordringliche Aufgabe für die Zukunft versuchen die Ursachen dafür zu ergründen, um mit geeigneten Maßnahmen dem Rückgang der Mitgliederzahlen – vor allem in Jugendbereich - entgegen zu wirken. Mann müsse sich vor allem durch sportliche Leistungen in der Öffentlichkeit darstellen, um die Sportart „Schießen“ für alle Altersgruppen interessant zu machen. Der Schießsport werde nur dann überleben können, wenn die Mitglieder der Schützenvereine rückhaltlos zu ihrem Sport und der Schützentradition stehen. Der Motor eines jeden Schützenvereins sei die ehrenamtliche Tätigkeit, wie der Motor brauche auch sie eine dementschrechende Schmierung, sprich die Bereitschaft ehrenamtliche Verantwortung zu übernehmen. 

Jürgen Richter abschließend: „Die Zukunft wird von uns allen geschrieben. Wir sind aufgefordert uns einzubringen, damit die Schützenvereine zeitgemäßen Sport anbieten zu können, ohne dabei das Traditionsbewusstsein des Schützenwesens zu vernachlässigen“.   

Nach der Ehrung durch DSB, WSV und Schützenbezirk für besondere Verdienste, die Auszeichnung erfolgreicher Sportler und die Proklamation der Bezirksschützenkönige, beschloss BOSM Jürgen Richter eine harmonisch verlaufene Feierstunde im Rahmen des 46. Bezirksschützentages. 

 

Delegiertenversammlung.

Trotz der negativen Mitgliederentwicklung, wurde die positive Grundhaltung im Schützenbezirk auch in der anschließenden Delegiertenversammlung deutlich, die man unter das Motto „keine besonderen Vorkommnisse“ einordnen kann. Sieht man davon ab, dass nach wie vor einige Position des Bezirksmeisteramtes nicht besetzt sind. Nun wird auch der Ligaleiter BOL Bogen, Peter Frey zum Ende der laufenden Runde seine Tätigkeit einstellen. Sollte kurzfristig kein neuer Ligaleiter gefunden werden, ist unter Umständen die Durchführung der beiden Ligen auf Bezirksebene gefärdet. Als neuer Vertreter der Vereine des Bezirks, wird OSM Dr. Gregor Gaida die Interessen im Bezirksausschuss vertreten. Da zu den Berichten, die schon vorab an die Vereine gingen und auch den Delegierten schriftlich vorlagen, keine Wortmeldungen eingingen, bzw. keine Aussprache gewünscht wurde, konnten die Versammlungsregularien recht zügig abgehandelt werden. Namens der Kassenprüfer bestätigte Siegfried Frenz dem Kassier eine vorbildliche Buch- und Kassenführung, so dass Entlastung zu empfehlen sei. Diese, vorgenommen durch den 1. LSM Klaus Koch und beantragt für das gesamte Bezirksschützenmeisteramt, erfolgte einstimmig.  

BOSM Jürgen Richter begann seinen Rechenschaftsbericht mit Worten von der Physikerin Marie Curie, die einmal sagte „Ich beschäftige mich nicht mit dem, was getan worden ist. Mich interessiert, was getan werden muss“. Er ging damit auf die Problematik des Ehrenamtes im Bezirk ein, der diesbezüglich immer mehr mit Personalsorgen zu kämpfen habe. Aus diesem Grund gelte sein besonderer Dank jenen, die auf Vereins-, Kreis- und Bezirksebende in unzähligen ehrenamtlichen Stunden unterstützend tätig waren. Auf sportlicher Ebene könne sich der Bezirks sehen lassen. Denn die Sportler aller Altersgruppen bewiesen durch hervorragende Leistungen bis hin zu Weltmeisterschaften, die Leistungsfähigkeit der Vereine und ihrer Sportschützen. Basis dafür sei das nimmermüde ehrenamtliche Engagement unzähliger Schützenkameraden und Kameradinnen, denn wo sich Ehrenamtliche angagierten würden sie es aus Überzeugung tun. Es gelte weiter gezielt die positive Außendarstellung des Schießsport und des gesamten Schützenwesens zu betreiben. Jürgen Richter dankte seinen Mitstreitern im Bezirksschützenmeisteramt für die gute Zusammenarbeit, auf dass es im neuen Jahr gelingen möge, dass der Schießsport wieder ausschließlich durch sportliche Erfolge auf sich Aufmerksam macht. Er dankte aber auch dem ausrichtenden SV Westernach, für eine perfekte Organisation und tolle Bewirtung.

Am Ende einer harmonisch überaus verlaufenen Delegiertenversammlung, die für BOSM Jürgen Richter und seine Mannschaft eine Bestätigung der hervorragenden Arbeit im Bezirk war, gab dieser noch einige Termine bekannt. Dabei nannte er vor allem den Landesschützentag in Fellbach (25. April), das Seniorentreffen (23. Mai) in Niederstetten, den Deutschen Schützentag (2. Mai) in Hamburg und nicht zuletzt den nächsten Bezirksschützentag am 12. März 2016 in Niedernhall.

 

Bilder: Bernd Hellstern (habe)

 

BST Ehrungen: Für Verdienste um das Schützenwesen zeichneten BOSM Jürgen Richter (rechts) und der 1. LSM Klaus Koch (links) namens des DSB, WSV und SB Hohenlohe zahlreiche verdiente Schützen (innen) und Ehrenamtliche für ihr Engagement aus.    

BST Königsfamilie: BOSM Jürgen Richter (links) proklamierte die neuen Schützenkönige des Bezirks. Auf dem Bild die Schützenkönige der verschiedenen Disziplinen und die jeweiligen 1. und 2. Ritter um Luftgewehr-König Manuel Merz, SV Großaltdorf-Vellberg (7.von rechts), der den Bezirk beim Landeskönigsschießen vertreten wird.

BST Sportler: Auch im vergangenen Jahr machten Hohenloher Schützen, die BOSM Jürgen Richter (links) für ihre Erfolge auszeichnete, wieder durch überragende Leistungen auf nationaler und internationaler Ebene von sich reden.

BST OSM und BST OSM: OSM Steffen Breuninger und KOSM Jürgen Wacker begrüßten die Schützen des Bezirks namens des gastgebenden SV Westernach und des SK Öhringen.

 

BSM Fahne SK Crailsheim vorne und hinten, Fahne Leukershausen: Traditionsgemäß dirigierte BSM Fritz Vielmetter den Einzug der Fahnen und stellte wieder zwei Fahnen vor. Dieses Mal die neue Fahne des SK Crailsheim und die Vereinsfahne des SV Leukershausen.

BST BOSM-1.LSM: BOSM Jürgen Richter gratulierte dem 1. LSM Klaus Koch zum Geburtstag, der trotz seines Ehrentages und anderer Verpflichtungen es sich nicht nehmen ließ persönlich anwesend zu sein.

BST BM Kupferzell, BST Politik: Kupferzells Bürgermeister Joachim Schaaf und Arnulf Freiherr von Eyp, als Vertreter der Politik waren sich einig, das sich das Schützenwesen trotz derzeitigem Mitgliederschwund, auf Dauer Bestand haben werde.